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Ludwig Boltzmann wurde 1844 als Sohn eines k.k. Finanzbeamten in Wien geboren. Schon während seiner Schulzeit in Linz zeigten sich sein außerordentlicher Lerneifer und seine naturwissenschaftliche Begabung. Nach der Matura studierte er an der Universität Wien Physik und Mathematik. Nach seiner Promotion 1866 wurde Boltzmann Assistent bei seinem Lehrer Josef Stefan, dem Leiter des Wiener Physikalischen Institutes. Bereits im Alter von 25 Jahren erhielt Boltzmann eine ordentliche Professur für mathematische Physik in Graz. 1873 kehrte er für drei Jahre nach Wien zurück, um danach für 14 Jahre als Professor für Experimentalphysik in Graz zu bleiben. In dieser Zeit gelang Boltzmann bereits der Sprung in die Weltelite der Physiker. Von 1895 bis zu seinem Tod im Jahr 1906 war er Professor an der Universität Wien. Boltzmann gilt heute als Wegbereiter der Quantenphysik und der Evolutionstheorie. Außerdem ist er einer der Väter der Biophysik und der Bioenergetik.
Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) wird 1960 als gemeinnütziger Verein in Wien gegründet. Der Vereinszweck der LBG umfasst alle Belange der Forschungsförderung. Aufgrund einer Subvention aus Bundesmitteln kann die LBG von Anfang an Einzelforschungsvorhaben betreuen. Im Jahr 1965 setzt die LBG den ersten Schritt zur Verwirklichung ihres satzungsmäßigen Hauptzwecks: der Errichtung und des Betriebs von Forschungsinstituten, mit Gründung des ersten Ludwig Boltzmann Instituts, des LBI für Festkörperphysik.