Sehen Sie hier ein Video über die LBG anlässlich der Leistungsschau „Meet Science!“
Nußdorferstraße 64, 6. Stock
1090 Wien
Tel +43 01 513 27 50
Fax +43 01 513 23 10
office@lbg.ac.at
Wir freuen uns, 2010 drei neue Ludwig Boltzmann Institute in Innsbruck, Graz und Wien eröffnen zu dürfen:
Das an der Medizinischen Universität Graz angesiedelte LBI für Lungengefäßforschung soll durch einfache und schonende Verfahren eine frühere Diagnose für Lungenhochdruck ermöglichen. Durch gezielte Medikamentenentwicklung wollen die WissenschafterInnen neue Standards setzen, um die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten und die Lebenserwartung zu verbessern.
Neben der Med-Uni Graz sind an dem Institut die Akademie der Wissenschaften und die Pharmafirmen Bayer und NebuTec beteiligt.
Leiterin ist Univ.-Prof. Dr. Andrea Olschewski.
Das LBI für Neulateinische Studien wird an der Universität Innsbruck eingerichtet. Es soll sich der bisher unzulänglich erforschten lateinischen Literatur seit der Renaissance widmen, die Politik und Religion wesentlich beeinflusst und zur Entstehung des modernen Europa beigetragen haben soll. Konkret geht es dabei etwa um die Erforschung des lateinischen Ordensdramas des 18. Jahrhunderts oder die Überprüfung der Rolle der lateinischen Literatur für die Identität des Habsburgerreiches.
Partner des Instituts sind die Universität Freiburg, das Pontificio Comitato di Scienze Storiche im Vatikan und die Österreichische Nationalbibliothek.
Leiter ist Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Stefan Tilg.
Das LBI für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie in Wien will effiziente Techniken für die zerstörungsfreie Auffindung, Dokumentation und Visualisierung des archäologischen kulturellen Erbes entwickeln. Dazu sollen etwa Scanner in Flugzeugen mit neuen Magnetometer- und Radarsystemen am Boden kombiniert werden, die Spuren von im Boden verborgenen archäologischen Fundstellen exakt erfassen und am Bildschirm sichtbar machen können. Diese neuen Technologien sollen auch in großflächigen Feldstudien in Niederösterreich,
Großbritannien, Schweden, Deutschland und Norwegen erprobt werden.
Partner des Instituts sind die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, die Universität Wien, die Technische Universität Wien, das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, die Unversität Birmingham, das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz, das Swedish National Heritage Board und das Norwegian Institute for Cultural Heritage.
Leiter ist PD Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Neubauer
47 Einreichungen in der ersten Runde
Insgesamt waren 47 Anträge zur Gründung neuer Ludwig Boltzmann Institute im Jänner 2009 bei der LBG eingegangen. Davon wurden nach Begutachtung von internationalen ExpertInnen zehn KandidatInnen eingeladen, Langanträge ihrer Konzepte auszuarbeiten. Eine Jury beurteilte diese und empfahl dem Vorstand der Ludwig Boltzmann Gesellschaft schließlich sechs Anträge zur Umsetzung.
Aufgrund der budgetären Situation können derzeit drei neue Institute gegründet werden. In der LBG ist man aber bemüht, auch die drei weiteren von der Jury zur Umsetzung empfohlenen Anträge zu ermöglichen.