Johannes Längle wurde bei der diesjährigen 4th Immunotherapy of Cancer Conference (ITOC4) in Prag mit einem Posterpreis ausgezeichnet

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Johannes Längle wurde bei der diesjährigen 4th Immunotherapy of Cancer Conference (ITOC4) in Prag, der führenden europäischen internationalen Konferenz über Immuntherapie bei Krebs, mit einem Posterpreis ausgezeichnet.

Die Studie hatte den Titel „GBP1 expression in colorectal liver metastasis is associated with cytotoxic and memory T cell invasion and confers a better prognosis“ und wurde im Rahmen des Ludwig Boltzmann Institute Applied Diagnostics (lbi:ad) und Comprehensive Cancer Center (CCC) Wien, sowie in Kooperation mit dem Klinischen Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Wien und dem II. Institut für Pathologie der Medizinischen Fakultät, Semmelweis Universität, Budapest durchgeführt.

Präklinische Modelle deuten daraufhin hin, dass ein funktionierendes Typ I-und Typ II-Interferon-(IFN)-System essenziell für die Erzeugung von Zytotoxischen T-Lymphozyten (T-Zellen) im Kampf gegen Krebs ist. Speziell im kolorektalen Karzinom scheint dies von wesentlicher Bedeutung zu sein. Hingegen ist die Rolle eines funktionierenden IFN-Systems im gestreuten (metastasierten) kolorektalen Karzinom weniger deutlich.

Deshalb untersuchte Johannes Längle und das Forschungsteam Typ I- und Typ II-IFN-induzierten Eiweißstoff, Interferon-induziertes GTP-bindendes Protein Mx1 (Mx1) und Interferon-induziertes Guanylat-bindendes Protein 1 (GBP1) im Gewebe von PatientInnen mit kolorektalen Lebermetastasen und korrelierten diese mit Zytotoxischen und Gedächtnis-T-Zellen, sowie mit dem rezidivfreien Überleben und Gesamtüberleben.

Die Auswertungen zeigten, dass ein Nachweis von GBP1 in kolorektalen Lebermetastasen mit einer erhöhten Anzahl an eindringenden Zytotoxischen und Gedächtnis-T-Zellen korreliert und demgemäß mit einem verlängerten rezidivfreien Überleben und Gesamtüberleben assoziiert ist. Folglich sollten zukünftige Studien, welche neue Immuntherapien in kolorektalen Lebermetastasen erforschen, die Beurteilung eines funktionierenden Typ-II-IFN-Systems mittels des Nachweises von GBP1 als Surrogat-Parameter in Erwägung ziehen.

 

Zur Person
Johannes Längle studierte Humanmedizin an der Medizinischen Universität Wien, im Rahmen dessen wurde ihm mehrmals ein Leistungsstipendium sowie eine Forschungsförderung zuerkannt. Derzeit absolviert er ein PhD-Studium an der Medizinischen Universität Wien im Thematischen Programm „Immunologie“ in Assoziation mit dem Ludwig Boltzmann Institute Applied Diagnostics unter der Betreuung von Michael Bergmann. Derzeit befindet er sich in Ausbildung zum Sonderfach Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie an der Klinischen Abteilung für Allgemeinchirurgie der Universitätsklinik für Chirurgie (Leitung: Michael Gnant). Sein wissenschaftliches Interesse widmet er vor allem der Tumorimmunologie, Immunonkologie und Chirurgischen Onkologie.

 

Service
Laengle J, Bilecz A, Beer A, Stift J, Szirtes I, Stremitzer S, Starlinger P, Hegedus B, Bergmann M: GBP1 expression in colorectal liver metastasis is associated with cytotoxic and memory T cell invasion and confers a better prognosis. J Immunother Cancer, 2017, 5(Suppl 1):A18

 

Quelle: Meduni Wien. Den Link finden Sie hier.