
MeetScience.TV – die neue Plattform für Wissenschaftspräsentation.
Sehen Sie hier Kurzfilme all unserer Ludwig Boltzmann Institute und Cluster
Nußdorfer Straße 64, 6. Stock
1090 Wien
Tel +43 (0)1 513 27 50
Fax +43 (0)1 513 23 10
office@lbg.ac.at
Das LBI Kriegsfolgen-Forschung lädt zur Konferenz
Zwangsarbeiter in Österreich 1939-1945 und ihr Nachkriegsschicksal
an der Universität Graz, RESOWI-Zentrum, Bauteil A, SZ 15.21
Donnerstag, 20. Oktober und Freitag, 21. Oktober 2011
Von 1939 bis 1945 wurde etwa eine Million zivile Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge und Juden auf dem Gebiet des heutigen Österreichs in nahezu allen Wirtschaftszweigen der Kriegswirtschaft zur Arbeit herangezogen. Mit dem Kriegsende und der Befreiung 1945 kehrte ein Großteil von ihnen wieder in ihre Heimat zurück. Ein Teil der sowjetischen Kriegsgefangenen und „Ostarbeiter“ wurde von Sowjetorganen unter Zwang rückgeführt. Andere entschieden sich dafür, in Österreich zu bleiben oder in Drittländer wie die USA, Kanada, Großbritannien oder Australien zu emigrieren.
Die Tagung behandelt erstmals auf Basis der Akten des "Österreichischen Versöhnungsfonds" die wichtigen Fragen von Zwangsarbeitereinsatz und Repatriierung, Emigration sowie Integration in Österreich nach Kriegsende. Zusätzlich diskutieren internationale Experten die Arbeit des „Österreichischen Versöhnungsfonds“, dessen Ziele, Resultate und Wirkung. Seine Aufgabe bestand von 2001 bis 2005 darin, mit symbolischen Geldleistungen an noch lebende ehemalige Zwangsarbeiter ein Zeichen gegen das von ihnen erlittene Unrecht zu setzen.
Gleichzeitig ist die Konferenz der Abschluss der ersten Phase des durch den Zukunftsfonds der Republik Österreich geförderten wissenschaftlichen Projektes "Zwangsarbeiter in Österreich 1939-1945. Die Auswertung des Aktenbestandes des Österreichischen Versöhnungsfonds".
Die Konferenz wird veranstaltet vom Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung, dem Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte der Universität Graz und dem Verein zur Förderung der Forschung von Folgen nach Konflikten und Kriegen.
Um Anmeldung bis 12. Oktober 2011 per E-Mail unter bik-graz@bik.ac.at oder telefonisch unter 0316/822500-0 wird gebeten.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| konferenz_lbi_bik_20._u._21._10.2011.pdf | 926.65 KB |