LBI Kriegsfolgenforschung veranstaltet zusammen mit der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften wissenschaftliche Konferenz zum Thema "Der zweite Weltkrieg: Beziehungen auf staatlicher und individueller Ebene"

Von 5. bis 7. Oktober in Kiew

 

Am 22. Juni 1941 überfiel Deutschland die Sowjetunion. Von Anfang an zielte Hitler auf einen beispiellosen Vernichtungskrieg und kalkulierten Mord von Millionen Menschen in  den zu erobernden Gebieten ab. Im Kontext der deutschen Besatzungspolitik in insgesamt 17 Ländern ragt die  Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion deutlich heraus: die dortigen Einwohner mussten durch die brutale Mord-, Repressions- und Hungerpolitik den höchsten Blutzoll zahlen. Mehr als die Hälfte der rund 5,7 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen verloren ihr Leben im deutschen Gewahrsam.

Millionen von Menschen mussten vor Ort Zwangsarbeit leisten oder wurden als „Ostarbeiter“ ins Deutsche Reich verschleppt. Die jüdische Bevölkerung, Roma und zivile Funktionäre aus dem Partei- und Staatsapparat wurden gezielt ermordet. Hitlers Krieg im Osten war der blutigste Krieg der Weltgeschichte.

Er bedeutete den Zusammenprall zweier totalitärer, menschenverachtender politischer Systeme mit ungeheuren Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung  und den Streitkräften auf beiden Seiten.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich die Beziehungen auf staatlicher und individueller Ebene gestalteten.

Die Konferenz spannt einen Bogen von internationalen Beziehungen über persönliche Kontakte von Wehrmachtssoldaten mit sowjetischen Frauen bis hin zur Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg. Erstmals richtet sich zudem ein besonderer Fokus auf Wehrmachtskinder in der Sowjetunion.

 

Mehr im angefügten Programm.

 

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