Ludwig Boltzmann Institute for Digital Health and Prevention

In Salzburg wurde ein neues Ludwig Boltzmann Institut (LBI) für digitale Gesundheit und Prävention unter der wissenschaftlichen Leitung von Prim. Univ.-Prof. Dr. Dr. Josef Niebauer, MBA, eingerichtet. Das Institut ist am Universitätsinstitut für Sportmedizin des Uniklinikums Salzburg angesiedelt und hat sich zum Ziel gesetzt, eine bessere Nachhaltigkeit von Lebensstiländerungen zu erreichen.

Unverändert sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) die häufigste Todesursache weltweit und sind auch in Österreich für die meisten Todesfälle verantwortlich. In der HKE-Prävention und Behandlung sind ein gesunder Lebensstil, insbesondere gezielte körperliche Bewegung und Sport, gesunde Ernährung, eine konsequente Medikamenteneinnahme sowie ein Verzicht auf Rauchen, die wichtigsten Maßnahmen. Jedoch zeigen alle Daten eindeutig, dass es für HKE-PatientenInnen, HKE-Risikogruppen und selbst für die breite Bevölkerung derzeit nicht möglich ist, diese Empfehlungen langfristig und nachhaltig umzusetzen.

AUSGANGSLAGE

Derzeit werden große Fortschritte in der Informationstechnologie erzielt. Einerseits sind diese Fortschritte im Bereich Hardware, insbesondere mobiler Sensoren, andererseits sind diese Fortschritte beim maschinellen Lernen und der Datenanalyse zu verzeichnen. Zusätzlich werden immer mehr Daten verfügbar (Big-Data), welche die Grundlage dieser Algorithmen bilden. So haben PatientInnen Zugriff auf Ihre medizinischen Daten aus dem Gesundheitssystem (ELGA). Die fortschreitende Digitalisierung und die vermehrte Nutzung digitaler Geräte und Dienste erlauben einen immer tieferen Einblick in das eigene Verhalten. Die Kenntnis über das eigene Verhalten ist die Voraussetzung für erfolgreiche Lebensstiländerungen.

 

POTENTIAL UND VISION

Die Vision ist es, ausgehend von der Modellregion Salzburg, zuerst HKE-PatientInnen und dann die breite Bevölkerung mit Hilfe von neuen digitalen Möglichkeiten bei gesundheitsfördernden Lebensstiländerungen zu unterstützen. In der Umsetzung werden ÄrztInnen, PatientInnen und ihr Umfeld aktiv mittels Open-Innovation-in-Science-Methoden eingebunden.

Digitale Technik und Erkenntnisse aus der Psychologie werden kombiniert, um auf Basis moderner Datenanalyse und maschinellem Lernen medizinisch überprüfte, gesundheitsfördernde und personalisierte Hilfestellungen für PatientInnen automatisch und rechtzeitig bereitzustellen (Just-In-Time Interventions). Den PatientInnen wird z. B. konkret ein sicherer und benutzerfreundlicher digitaler Gesundheitsassistent zur Verfügung gestellt. Die Hilfestellungen berücksichtigen das lokale Umfeld und geographische Gegebenheiten, sowie die persönlichen Präferenzen der PatientInnen.

Zusätzlich wird für und mit den PatientInnen und BürgerInnen ein sicheres und benutzerfreundliches Tool zur Kontrolle sowie zur sicheren Auswertung und Verwertung ihrer gesundheitlich relevanten Daten entwickelt. Dieses Tool erleichtert den Gewinn von wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen (Evidenz) in Form von groß angelegten Studien. In der Modellregion Salzburg wird diese BürgerInnen-unterstützte, offene gesundheitswissenschaftliche Forschung ausgehend vom LBI für Digitale Gesundheit und Prävention, über den Zeitraum von sieben Jahren durchgeführt, soll aber durch den Weiterbestand und den Ausbau des Instituts und die Zurverfügungstellung der entwickelten digitalen Werkzeuge dauerhaft gesichert werden. Von Beginn an bringen die Kooperationspartner Paris Lodron Universität (Mathematik: Prof. Dr. Arne Bathke; Human Computer Interaction: Prof. Dr. Manfred Tscheligi), Salzburg Research (Dozent Dr. Siegfried Reich) und das Austrian Institute of Technology (Dr. Anton Dunzendorfer) als starke und versierte Partner mit ein.

 

TEAM

  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Dr. Josef Niebauer, MBA (Leiter)
    josef [dot] niebaueratdhp [dot] lbg [dot] ac [dot] at
  • Ing. Andreas Stainer-Hochgatterer (Administrativer Leiter und OIS Manager)
    andreas [dot] stainer-hochgattereratdhp [dot] lbg [dot] ac [dot] at
  • FH-Prof. DI Dr. Thomas Stütz (Co-Leiter und Principal Investigator; LBI und Multimedia Technology, FH Salzburg)
    thomas [dot] stuetzatdhp [dot] lbg [dot] ac [dot] at
  • Dr. Rada Hussein (Principal Investigator)
    rada [dot] husseinatdhp [dot] lbg [dot] ac [dot] at
  • Dr. Stefan Tino Kulnik, MRes (Principal Investigator)
    tino [dot] kulnikatdhp [dot] lbg [dot] ac [dot] at
  • Prof. Rik Crutzen (Co-Investigator; Psychologie, Universität Maastricht)
    rik [dot] crutzenatdhp [dot] lbg [dot] ac [dot] at
  • Dr. Mahdi Sareban (Co-Investigator; Sportmedizin, Uniklinikum Salzburg)
    mahdi [dot] sarebanatdhp [dot] lbg [dot] ac [dot] at
  • Dr. Dieter Hayn (Co-Investigator; Austrian Institute of Technology)
    dieter [dot] haynatdhp [dot] lbg [dot] ac [dot] at
  • Dr. rer. nat. Barbara Mayr (PostDoc)
    barbara [dot] mayratdhp [dot] lbg [dot] ac [dot] at
  • Lisa Schiefer (Assistenz)
    lisa [dot] schieferatdhp [dot] lbg [dot] ac [dot] at 

 

KONSORTIALPARTNER

Die Konsortialpartner des LBI Digital Health and Prevention sind das Uniklinikum Salzburg, und hier federführend das Universitätsinstitut für präventive und rehabilitative Sportmedizin, die Fachhochschule Salzburg, die Paris-Lodron Universität Salzburg, die Salzburg Research Forschungsgesellschaft, das Austrian Institute of Technology und das Land Salzburg.

 

PRESSEINFORMATION UND PRESSEMAPPE

Hier können Sie die Pressemappe des LBI für digitale Gesundheit und Prävention herunterladen! 

 

KONTAKT

Ludwig Boltzmann Institute Digital health and Prevention
Lindhofstrasse 22
5020 Salzburg, Austria

Tel. +43 (0) 57 255 82701

Email: officeatdhp [dot] lbg [dot] ac [dot] at (office)officeatdhp [dot] lbg [dot] ac [dot] at (@dhp.lbg.ac.at)