19.10.2021 von

LBG OIS Center ist Teil des neuen EU-Forschungsprojekts „Screen4Care“

Genetisches Neugeborenen-Screening und künstliche Intelligenz sollen Diagnose bei Patient:innen mit selten Erkrankungen beschleunigen.

Das Open Innovation in Science (OIS) Center (Leitung: Prof. Dr. Marion Pötz, Mag. Patrick Lehner) der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine von insgesamt 35 Partnerorganisationen in dem neuen internationalen Screen4Care Forschungsprojekt bestehend aus 21 Forschungsinstitutionen, 9 Großunternehmen und 4 KMUs sowie einer der größten europäischen Patient:innenorganisationen im Bereich seltene Erkrankungen (EURORDIS). Das Screen4Care Projekt zielt darauf ab, den langen und oft mühsamen Weg von den ersten Symptomen zur Diagnose einer seltenen Erkrankung zu verkürzen und somit frühzeitig effiziente Interventionen zu ermöglichen, indem genetische Neugeborenen-Screenings und fortschrittliche Analysemethoden wie maschinelles Lernen eingesetzt werden. Eine frühzeitige Diagnose soll Ärzt:innen, Pfleger:innen, Patient:innen und Angehörige in die Lage versetzen, fundierte Entscheidungen in einem früheren Stadium der Erkrankung zu treffen. Dadurch soll das Fortschreiten von seltenen Erkrankungen durch effiziente Interventionen verlangsamt werden, die Gesundheit und Lebensqualität der PatientInnen verbessert und die Nutzung von Ressourcen im Gesundheitswesen optimiert werden.

Als Partner im Screen4Care Projekt wird das OIS Center unter der Leitung von Prof. Dr. Marion Poetz und Mag. Patrick Lehner in den kommenden 5 Jahren Co-Creation Prozesse zur Gestaltung eines optimalen Screen4Care Ökosystems entwickeln und erforschen und damit neue Impulse im Bereich Open Innovation in Science in Österreich sowie der EU setzen. „Wir am OIS Center sind sehr stolz darauf, Partner in diesem internationalen Forschungsprojekt zu sein und unsere langjährige Erfahrung im Bereich Open Innovation in Science zu nutzen, um inter- und transdisziplinäre Forschungsprozesse im Screen4Care Projekt umzusetzen“, sagt Patrick Lehner, Co-Direktor des OIS Centers. Das OIS Center wird federführend daran mitwirken, Co-Forscher:innen aus relevanten Stakeholdergruppen (Patient:innen, medizinisches Fachpersonal, Administrator:innen in Gesundheitseinrichtungen, IT-Spezialist:innen, etc.) in die Entwicklung einer offenen Innovationsplattform einzubinden. „Neben der konkreten Entwicklung und Umsetzung von Open Innovation in Science Prozessen zur Einbindung von Stakeholdern als Co-Forscher:innen, erforschen wir auch die zugrundeliegenden Dynamiken und erweitern damit den Wissenstand zur Rolle und Bedeutung von offener und kollaborativer Forschung, generell und insbesondere in den Medizin- und Gesundheitswissenschaften.“, sagt Prof. Dr. Marion Poetz, die wissenschaftliche Leiterin des OIS Centers.

Das Screen4Care Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ist mit einem Gesamtbudget von 25 Mio. EUR ausgestattet, das von der Innovative Medicines Initiative (IMI 2 JU), einer gemeinsamen Förderinitiative der Europäischen Union und des Europäischen Verbands der Pharmazeutischen Industrie und ihrer Verbände (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations – EFPIA), bereitgestellt wird. Das Gesamtbudget wird zu etwa je die Hälfte von einerseits den EFPIA-Partnern und andererseits der EU getragen.

Fakten zum Projekt

Vollständiger Name: Screen4Care – Shortening the path to rare disease diagnosis by using newborn genetic screening and digital technologies

Startdatum: 1. Oktober 2021

Dauer: 5 Jahre

Budget: 25 Mio €

Koordinator: University of Ferrara, Italien

Projektleitung: Pfizer Ltd, UK

Website: www.screen4care.eu

Projektpartner

Austria

Ludwig Boltzmann Gesellschaft GmbH

Research Institute AG & Co KG

SBA Research gemeinnützige GmbH

Bulgaria

Bulgarian Association for Personalized Medicine

Bulgarian Association for the Promotion of Education and Science

Czech Republic

University Karlova

Denmark

Copenhagen Business School

FindZebra ApS

Novo Nordisk A/S

Syddansk University

France

Eurordis-Rare Diseases Europe

Lysogene S.A.

Sanofi-Genzyme

Germany

Charité – Universitätsmedizin Berlin

Eurice – European Research and Project Office Gmbh

Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Universitätsmedizin Göttingen – Georg-August-Universität Göttingen

University Hospital Bonn

University Hospital Erlangen

Ireland

University College Dublin, National University of Ireland

Israel

Genoox 

Italy

Consorzio Futuro in Ricerca

Pediatric Hospital Bambino Gesù

University of Ferrara

University of Siena

Spain

Centro Nacional de Análisis Genómico (CNAG-CRG)

Sweden

Uppsala University

Switzerland

Hoffmann-La Roche AG

sitem-insel AG

Novartis Pharma AG

Takeda Pharmaceuticals International AG

University Bern

The Netherlands

ProQR Therapeutics NV

United Kingdom

Illumina Cambridge Ltd

Pfizer Ltd

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