Postkarte: Heim Wienerwald in Feichtenbach, Quelle: Helga S., Wien

Die nationalsozialistische Rassenpolitik umfasste neben der Vernichtung „unwerten“ Lebens auch die Förderung „erbgesunden“ Nachwuchses. Eine zentrale Rolle hatten dabei die Entbindungsheime des SS-Vereins „Lebensborn“, mit dem Ziel, die Geburtenziffer „arischer“ Kinder zu erhöhen. Das größte „Lebensborn“-Entbindungsheim war das „Heim Wienerwald“ im niederösterreichischen Feichtenbach. Rund 1.300 Kinder kamen hier bis 1945 auf die Welt. Über die Mütter und Kinder ist bis heute relativ wenig bekannt.

Unter dem Titel „Open Arts. Partizipative Praktiken zwischen Kunst, Wissenschaft und Forschung“ präsentiert die Ludwig Boltzmann Gesellschaft zusammen mit der Akademie der bildenden Künste Wien eine neue Weiterbildungsreihe, die noch im November mit einem ersten Workshop zu „Methoden und Strategien der Narration“ startet. 

Die zunehmende Alterung der Gesellschaft wirft für die Gesundheitsversorgung viele neue Fragen auf. Die Heilung von Wunden ist eine davon, denn die Geweberegeneration verlangsamt sich im Alter. Wenn die Regeneration des betroffenen Gewebes gestört wird – oft in Verbindung mit Diabetes oder längerer Bettlägerigkeit – kann dies zur Entstehung von chronischen Wunden führen.

Good News für das menschliche Immunsystem: ForscherInnen der Universitätskliniken für Dermatologie und Chirurgie der MedUni Wien konnten unter der Leitung von Georg Stary, der auch am CeMM (Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) und an der Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft forscht, und der Mitwirkung von Matthias Farlik einer Untergruppe der zytotoxischen NK-Zellen, die in ihrer Immunantwort bisher als „antigen-unspezifisch“ galten, eine immunologische Erinnerungsfunktion zuschreiben. Rund ein Drittel aller menschlichen NK-Zellen der Leber kann sich demnach an Viren erinnern und somit spezifisch reagieren. Damit gelten diese Zellen als interessantes Target, um sie für das menschliche Immunsystem im Kampf gegen Infektionen und Viren prophylaktisch zu nutzen.

Dr. Alexis Lomakin; Copyright: St. Anna Kinderkrebsforschung

Körperzellen versuchen zu entkommen, wenn sie in dichtem Gedränge vieler Zellen „eingekesselt“ werden. Ein Wissenschaftler der St. Anna Kinderkrebsforschung hat gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen entdeckt, dass der Zellkern eine Art „Fluchtreflex“ auslöst, um die Zelle zu befreien. Dieser Reflex wird aktiviert, sobald der von außen ausgeübte Druck den Zellkern zu sehr komprimiert. Diese neue Erkenntnis könnte dazu beitragen, die metastatische Ausbreitung von Tumoren und das Ansprechen auf die Behandlung vorherzusagen. Diese neuen Forschungsergebnisse wurden im weltweit renommierten Fachjournal Science veröffentlicht.

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Dr. Roland Filzwieser, Wissenschaftler am Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie, wurde für seine hervorragende Dissertation über die spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Landschaft von Burg und Herrschaft Scharfeneck mit dem Barbara Scholkmann-Preis der Historischen Archäologie ausgezeichnet. Der an der Universität Tübingen vergebene Preis zeichnet herausragende Arbeiten aus, mit denen NachwuchswissenschaftlInnen einen erkennbaren Forschungsfortschritt für die Historische Archäologie anstoßen.

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