Arbeitsgruppe gibt Empfehlungen zum Gerinnungsmanagement bei COVID-19

Bei Erkrankungen mit COVID-19 kann es zu Störungen der Blutgerinnung kommen. Vor allem Personen, die schwer an dem Coronavirus erkrankt sind und eine intensivmedizinische Therapie benötigen, scheinen von Gerinnungsstörungen betroffen zu sein. Das zeigen erste publizierte Daten. Vergleichbar sind die Störungen mit der einer Sepsis und können zu einer disseminierten intravaskulären Gerinnung (DIC) und damit zu einer erhöhten Mortalität führen.

Zur Behandlung von Gerinnungsstörungen bei COVID-19-PatientInnen hat die Arbeitsgruppe Perioperative Gerinnung der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI) unter der Leitung von Christoph Schlimp vom Ludwig Boltzmann Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie erste praxisnahe Empfehlungen für klinisch tätige AnästhesistInnen und IntensivmedizinerInnen herausgegeben, wie etwa zu Labortests, der Thromboseprohylaxe oder dem Blutungsmanagement. Dafür hat Erstautor Johannes Gratz vom Wiener AKH gemeinsam mit der Arbeitsgruppe die aktuelle Fachliteratur als auch Erfahrungen aus erster Hand in die Empfehlungen einfließen lassen.

Die Empfehlungen werden entsprechend neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse regelmäßig aktualisiert, da die Datenlage zu COVID-19 aufgrund der Neuartigkeit der Krankheit sich dynamisch darstellt und ständig ergänzt wird. Die Empfehlungen stehen auf der Website der ÖGARI zur Verfügung.